Innen

Kannte man die Rhein-Mosel-Halle schon eine Weile, fand man sich gut in ihr zurecht. Doch beim ersten Besuch war das eher schwierig. Schon mit den Eingängen kam so mancher Besucher ins Grübeln. Von außen ins Foyer gelangte man nicht nur durch den Haupteingang, sondern auch durch die an der Nord- und Südseite gelegenen Nebeneingänge – wenn sie denn geöffnet waren. Ohne die Schlange an der Abendkasse als Wegweiser fand man die einzige unverschlossene Tür oft erst nach einigem Probieren.

In der Ebene über dem Foyer, im hinteren Teil des Gebäudes, lagen das Restaurant und die Verwaltung. Beide waren über zwei weitere Eingänge erreichbar – entweder über das Verbindungsgebäude zum Hotel oder über eine Außentreppe an der Südseite. So konnte das Restaurant unabhängig von den Öffnungszeiten der Halle betrieben werden. Der Künstlerbereich war über zwei separate Eingänge und über den Lastenaufzug erreichbar. Letzterer verband Keller, Außenbereich, Künstlergarderobe und Bühne miteinander.

Für Veranstaltungen gab es sieben Räume unterschiedlicher Größe. Der große Saal mit seiner charakteristisch rautenförmig unterteilten Decke und dem massivem Parkettboden war knapp 1000 m² groß. Wurden viele Besucher erwartet, konnte die Trennwand zwischen großem und kleinem Saal zur Seite geschoben werden. So entstand ein großer Raum mit 1400 Quadratmetern – Platz genug für ca. 1500 Personen. Und auch im geräumigen Foyer mit seiner umlaufenden Galerie fanden regelmäßig Veranstaltungen statt.

Im Gegensatz zur vorderen Fassade, deren einzige Fenster die der Künstlergarderobe waren, gab es an den Seiten und an der Rückseite der Halle große Fensterflächen. Dadurch konnte das Tageslicht in alle Räume gelangen. Von den großen Fenstern profitierten besonders die Treppenhäuser, die mit ihren hellen Natursteinböden freundlich und lichtdurchflutet wirkten. Einen Nachteil hatten die großen Glasflächen allerdings: in einem kalten Monat konnten die Heizkosten schon mal die zehntausend Euro-Marke knacken. Die vielen Treppenhäuser und ‑aufgänge mit Tageslicht waren eine Eigenheit der alten Rhein-Mosel-Halle. Auch hier brauchte man eine Weile, um sich zurecht zu finden.

Die Innenräume waren in neutralen, hellen Farben angelegt und passten zu jeder Art von Veranstaltung. Beim genauen Hinsehen traf man überall auf die 60er Jahre – sei es die Kassettendecke des Foyers, die Holzvertäfelungen, die messingfarbenen Türen und Garderobenhaken, die Lampen, die alte, aber funktionierende Technik, …