Umbau

Während des Umbaus wurde die „gute Stube“ der Koblenzer größer und moderner. Die Fassade hat eine neue Verkleidung aus blauen Stahlelementen erhalten. Links neben der Halle ist ein Anbau entstanden – das neue Foyer. Es dient als zentraler Eingangsbereich, von dem aus alle Stockwerke zu erreichen sind. In Zukunft sollen sich die Besucher intuitiv und ohne langes Suchen zurechtfinden. Und hat sich noch viel mehr geändert: Rechts neben der Halle, wo früher Grünflächen, Parkplätze und die Zufahrt waren, entstand als zweiter Anbau das neue Tagungszentrum. Die Zufahrt blieb an der alten Stelle, wurde aber in das Gebäude integriert und zum Teil unter die Erde verlegt, so dass die Anlieferung wetterunabhängig erfolgen kann. Seit dem Umbau stehen 16 Veranstaltungs- und Tagungsräume mit moderner Technik zur Verfügung. Die Akustik wurde verbessert und für die Beheizung werden überwiegend regenerative Energiequellen genutzt, so dass die Zeit der hohen Heizkosten vorbei ist. Aus dem alten Foyer wurde das „Atrium“. Die beiden Treppen des ehemaligen Foyers wurden abgerissen, um mehr Platz für Veranstaltungen zu schaffen. Der kleine Saal wurde zum „Rheinsaal“. Mit dem großen Saal kann er leider nicht mehr verbunden werden, denn die verschiebbare Unterteilung der beiden Säle wurde durch feststehende Wände ersetzt. Dafür ist die Schallisolierung deutlich besser und es sollen sogar zwei Musikveranstaltungen gleichzeitig möglich sein. High-Speed-Internetanbindung, Tagungszentrum mit Dachgarten, neu gestaltete Außenanlagen, veränderte Treppenhäuser, unterirdische VIP-Zufahrt – ist nichts mehr vom alten Bestand übrig geblieben?

Doch! Da ist zunächst der Baukörper der alten Halle, der in seinen Proportionen nicht verändert wurde. Die Galerie des Atriums – des alten Foyers – blieb erhalten. Der Grundriss des großen Saals blieb nahezu unverändert, ebenso die Empore, der massive Parkettboden und die alten Deckenlampen, die aufwendig restauriert wurden. Die Stühle werden weiter verwendet und bekamen einen neuen Sitzbezug. Und: der große Saal hat seine charakteristische Decke behalten.

Sieht man etwas genauer hin, erkennt man in der neuen Halle einiges an Vertrautem wieder, trotz des umfangreichen Umbaus. Vermutlich wollten auch Planer, Architekten und Bauverwaltung etwas von der Ausstrahlung der aus den 1960er Jahren stammenden Rhein-Mosel-Halle erhalten.